Auf nach Sibirien! (21. – 27. September 2015)

Endlich war es so weit!

Nach langwierigen Visumformalitäten starteten wir, Annett und ich und Kater Quori, unsere Reise in Frankfurt am 21. September zur späten Abendstunde.  Zwischenziel war Flughafen Scheremetjewo in Moskau. Hier verbrachten wir die Nachtstunden mit Tee und in wenig Schlaf auf der Bank.

Und dann endlich ging es ab mit dem Flieger nach Nowosibirsk. Die Maschine war voll bis auf den letzten Platz. Aber bei guter Verpflegung und ruhigem Flug war alles bestens zu ertragen.

Angekommen in Novosibirsk ging es unkompliziert durch die Kontrolle und so warteten wir entspannt auf unser Gepäck. Tja, es wäre wohl sonst zu unspektakulär gewesen – ja, es musste etwas passieren! In Form von „Annett´s Koffer war in Moskau stehen geblieben“.

Und wer ein wenig die russischen Behörden kennt kann gut nachvollziehen, es dauerte eine halbe Ewigkeit, bis alles klar war, und verabredet wurde,  dass der Koffer bis zu Galya ins Haus nachgesendet wird.

Ach ist das immer schön, wenn man zu Freunden fährt! Galya holte uns vom Flughafen ab und managte alles für uns. So trübte auch der verschwundene Koffer nicht unsere Wiedersehensfreude.

Mit dem Taxi ging es dann zu Galya nach Hause. Mit ausgiebiger Begrüßung aller Katzen und Olga.

Von dort aus bezogen wir dann unser nettes Appartement in ihrer Nähe.  Ein erster Stadtbummel mit Abendessen in einem netten Lokal war natürlich Pflicht.

Zurück ging es in aller Ruhe in unser Apartement.  Die Zeitverschiebung von 4 Stunden und die durchgewachte Nacht in Moskau haben Annett und ich erst jetzt gespürt. Quori tobte noch etwas fröhlich durch die Räume, dann war Ruhe. Tiefe Bettruhe.

Mittwoch: Aufstehen nach Ortszeit dann auch erst um 9:00 Uhr (also bei uns war es da erst  5:00):

Geld tauschen (1 € = ca. 74 Rubel), etwas Shopping, Mittag essen. Galya wartete schon auf uns und hatte Annetts  Koffer schon dabei. Uff, das hat ja gut geklappt.

Schnell Koffer ausräumen und etwas Sachen für die nächste Tour zusammen packen. Und los ging es vom Busplatz Nowosibirsk mit dem Bus nach Tomsk. Ca. 350 km immer entlang Sibiriens Wäldern  mit seinen Mooren. Galya, Annett und ich hatten viel Platz um Bus. Der Reisebus  fuhr mit ca. 15 Leuten an Bord und kostete knapp 10 € für die Tour.  Und Quori durfte sich am Geschirr etwas bewegen. Er war sehr lieb und fühlte sich sichtlich wohl bei so viel Aufmerksamkeit.

Nach knapp 4 Stunden, ohne einen Zwischenstopp – ausgenommen eine 10 minütige Toilettenpause – kamen wir am Abend in Tomsk an. Mit Taxi ging es in unser Quartier und anschließend …. Natürlich lecker Essen!!!

Am Donnerstag verbrachten wir den ganzen Tag in Tomsk. Wir bestaunten den wunderschönen Bahnhof von Tomsk und den zauberhaften Ausblick auf den Fluss Tom, spazierten durch einen berauschenden Birkenwald, beobachteten Eichhörnchen und verwöhnten die ohnehin schon recht fetten Tauben. Auch der berühmten Universität von Tomsk mit seinem Botanischen Garten statteten wir einen Besuch ab, bestaunten die alten typisch russischen Holzhäuser. Und dann  war es schon wieder Zeit , an die Rückfahrt zu denken. Schnell noch etwas Essen, dann zurück ins Quartier,  Quori und die Sachen schnappen und ab ging es mit dem Taxi wieder zur Busstation.

So kamen wir am späten Abend wieder in Nowosibirsk an. Natürlich noch etwas Essen, wir hatten inzwischen unsere Gaststätten schon „im Blick“. Dann Quori noch etwas bespielen und ab ins Bett.

Wie alle Tage haben wir gut und fest geschlafen. Unser Appartement, einschließlich Betten mit Matratzen war sehr gut und würde wir auch weiter empfehlen (sollte mal Bedarf sein, also melden).

Freitag hieß es wieder ausschlafen bis 9:00 Uhr. Bummeln durch die Stadt.

Wir wohnten fast im Zentrum. Hatten aber Trolleybus und Buslinien vor dem Haus,

Pro Tour 18 Rubel (25 Cent), es kam uns also nicht so darauf an…

Mittags kam wieder Galya zu uns und zusammen besuchten wir ihre Arbeitsstätte:

Galya ist Doktor für Arachnologie und erforscht die Spinnen in Sibirien. Aber ihr großes Hobby sind ist Spinnenwelt in Afrika. Sie ist auch in diesem Bereich eine weltweite Koryphäe und wird deshalb immer wieder von Museen eingeladen. Und jetzt wird sie sogar für einige Wochen nach Südafrika gehen und dort mit den Wissenschaftlern vor Ort die weiteren Spezi zu erforschen.  In ihrem Institut war es sehr interessant für uns.

Danach waren wir auf dem russischen Mark „Rünok“, wo die Bauern und Produzenten ihre Produkte direkt verkauften. Wir konnten sehen, wie Brot an den Wänden des heißen Ofens gebacken wurde. Oh, das war auch wirklich lecker!

Am Abend hatte Galya Katzenzüchter zu ihr eingeladen und ein kleines Fest gegeben. Das Essen (Plow) war lecker und auch das Bier aus der Region hat geschmeckt. Galya´s Katzen wurden von Allen der Reihe nach und ausgiebig beachtet. Natürlich gefällt das unseren Thaikatzen. Sie können ja nicht genug an Aufmerksamkeit bekommen. So ist auch für sie ein „volles Haus“ immer eine willkommene Abwechslung.

Samstag früh, 8:35 Uhr ging´s schon los mit dem Taxi  zur Katzenausstellung. Es war Weltkatzenausstellung. Das ist ein absoluter Höhepunkt. Zu solchen Ausstellungen fahren die Züchter von sehr weit her und präsentieren ihre besten Tiere. Die Ausstellung war entsprechend international. Wir bekamen auch Rassen zu sehen, die es bei uns nicht gibt.

Die Registration von Quori hatten Galya´s Züchter schon für uns erledigt. Auch den Platz reserviert und überhaupt rund herum war alles schon fertig und geregelt.

Das ist einfach wunderbar! So kam für uns zu keiner Zeit eine schwierige Situation oder Stress auf. Es ist wirklich unschätzbar, wenn man zu Freunde hat!

Die Ausstellung war spannend bis zum späten Schluß. Quori hat seine Titelanwartschaft „Welt Champion“ mit Bravour erhalten und war nominiert für Best in Show. Er hat dann gegen einen red point Bobtail verloren. Nunja, also gegen einen „Schwanzlosen“ – da habe ich ihn dann schon getröstet… Dennoch bei der wahnsinnigen Konkurrenz wirklich ein großer Erfolg.

Der Ausstellungstag ging bis 22:00. So ging es dann nur noch schnell mit dem Taxi ins Quartier.

Aber die „Henkersmahlzeit“ ließen wir uns dann doch nicht nehmen, also fix in „unsere“ Gaststätte und lecker Nachtmahl genommen.

Sonntag war unser Abreisetag. Kurz auf der Ausstellung gewesen, uns von Allen verabschiedet und dann ging aus auch schon zum Flughafen.  Wir hatten viel Zeit. Aber die braucht man auch. Gerade wenn man mit Katze reist. Und auch hier gab es wieder neue Regelungen. Zum Glück, unsere Galya hat wieder alles geklärt und so checkten wir dann ohne Probleme ein.

Wieder Zwischenstopp in Moskau. Pünktliche Ankunft in Frankfurt.

Und diesmal waren unsere Engel Judith und Ascan am Flughafen.

Sie holten uns ab, nahmen unser Gepäck auf und brachten Annett zu Ihrem Hotel und mich zu meinem Auto. Das ist so beruhigend und angenehm, wenn man zum Flughafen gebracht und abgeholt wird.

Auf diesem Weg noch einmal ganz, ganz großes Dankeschön.

Unsere Reise war perfekt. Wir sind voller Eindrücke, gesund und relaxed zurück gekommen.

Das verdanken wir auch unseren Freunden.

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