Wie Hund und Katz?!

Erlebnisberichte

Wer kennt es nicht, das Sprichwort „Wie Hund und Katz“. Gerne wird dieser Spruch sinnbildlich für Unterschiede und negative Vergleiche benutzt und dabei auf ein fest verankertes Vorurteil zurück gegriffen. Aber ist es wirklich so, dass sich Hunde und Katzen nicht verstehen? Kann ich wirklich nicht mit Hunden und Katzen in einem Haushalt zusammen leben? 

Im weiteren Text beziehen wir uns auf das direkte Miteinander der Tierarten im Wohnbereich, nicht ein räumlich getrenntes mit Hundezwinger und Katzenbox.

Hunde und Katzen, die von Geburt an miteinander aufwachsen, sind dem Gegenüber gewöhnt und können die jeweils andere Körpersprache, wie eine zweite Fremdsprache, verstehen, einschätzen und sich darauf einlassen. Sie haben keine Scheu voreinander, stattdessen sind sie aufeinander geprägt und kennen es nicht anders. Oft entwickeln sie sogar eine echte Tierfreundschaft, schmusen, schlafen, kuscheln, putzen und spielen sogar miteinander. Manchmal dulden und akzeptieren sie sich gegenseitig auch einfach so, wie sie sind.

Nicht zu vergessen darf man einen eventuellen, ausgeprägten Jagdtrieb bei Hunden. Manche Hunde können zwischen Wild und dem Stubenfreund unterscheiden, andere verlieren nie die Lust aufs Jagen. Hierbei ist es in der Regel einfacher und sicherer, einen Jagdtrieb beim Hund, der mit Katzen leben soll, grundsätzlich auszuschließen.

Wichtig bei allem Zusammen sein ist, dass jedes Tier seine rassespezifischen und individuellen Bedürfnisse ausleben darf, dass es dazu Raum, Zeit und Möglichkeiten bekommt. Somit beispielsweise, genug Rückzugsmöglichkeiten und Ruheplätze, Tobe- und Spielgelegenheiten hat, entspannt „stille Örtchen“ aufsuchen kann und jeder Zeit und Liebe von seinen Menschen bekommt. Harmonie ist dabei das Zauberwort, wenn diese Basis stimmt. Wenn alle zufrieden sind, kann sich auch jeder angemessen respektieren und tolerieren und wiederrum in trauter Einigkeit miteinander wohnen. Die Tiere verstehen schnell die Zusammenhänge und spüren, was der Mensch vorlebt. Ist er entspannt, zufrieden, glücklich, kann die Thai es auch sein. 

Hier kann der Mensch auch Regeln aufstellen, Grenzen setzen, eingreifen, die bei diesem, manchmal auch sensiblen Gefüge, helfen können. Ein Hund mit ausgeprägtem Schutztrieb bspw. braucht klar verständliche Zeichen, dass er nicht eingreifen muss, wenn die Katze auf dem Schoß liegt, dass er nicht eifersüchtig zu sein braucht, wenn die Katze mit zum Spaziergang geht. Und auch unsere Thais, so eigenwillig und dickköpfig sie sein können, so lernwillig, gesellig und kooperativ sind sie auch. Sie merken schnell, dass der Hund es nicht schätzt, wenn sie ständig in die Hundebox stampfen. Und andererseits die Katze, die es nicht schätzt, von der feuchten Hundenase abgeschleckt zu werden.

Hund und Katz handeln ihre Seiten mitunter selbst aus. Es kann auf uns grob wirken, aber sie machen es auch viel feiner, viel tiergerechter als wir uns das je vorstellen können, als wir es jemals in der Tiefe der Tierkörpersprache ergründen können. Da ist ein menschliches Eingreifen nicht immer hilfreich. 

Aber natürlich kann es auch gar nicht funktionieren. Gerade, wenn erst eine Tierart gar schon mehrere Jahre ohne die andere gelebt hat, kann es sehr schwierig sein, sich dann noch umzustellen. Man muss es dann hinnehmen. Schlimm für jedes Tier, wenn es eingesperrt sein Leben in Angst, Zwietracht und Aggression leben muss. Wir dürfen unsere Wünsche und Pläne nicht über die Bedürfnisse unserer Tiere stellen.

Und dann ist es ein Geschenk mit Hunden und Katzen gleichermaßen Zusammen sein zu dürfen, harmonisch, höflich, respektvoll und bedürfnisorientiert.

Übrigens klappt ein Zusammenleben unter diesen Gesichtspunkten nicht nur zwischen Hunden und Katzen – unsere Thais knüpfen Freundschaftsbande auch gern zu anderen Tierarten. In diesem Sinne – Wir sind auf Eure und Ihre Erlebnisberichte gespannt…!

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