Ein Magic Thai Goblin´s – so ein kleiner, lustiger Thaikobold zieht aus

Erlebnisberichte

Ein Blick aus Züchtersicht

Nun sind sie endlich da, die weißen kleinen „Raupen“. Man hat sie schon sehnlichst erwartet.

Nachdem man seinen „Traumkater“ gefunden hat – er sollte nicht nur schön und typgemäß sein; nein, Charakter war, wie immer, das Allerwichtigste. Eine gute Konstitution und Gesundheit sollte er natürlich auch haben. Dafür hat man einen langen Weg in Kauf genommen und auch gern einige Tage Urlaub geopfert.

Und dann die Mama richtig gut gepäppelt. Hat man doch im Ultraschall schon die 5 Kitten zappeln sehen. Da heißt es ordentlich und besonders hochwertig füttern. Auch einige Mahlzeiten mehr, dazu Vitamine und Mineralstoffe, Zusätze und auch so manch ein Leckerli mehr bekam die werdende Mama.

Die letzten Tage, der Termin rückt heran. Mit dem Tierarzt noch einmal einen letzten Check vor der Geburt machen und Absprache über seinen Dienstplan auf der Arbeit. Wieder wird es ein Wochenende. Schön, weil man ja nicht arbeiten oder Urlaub nehmen muss. Aber ja, hoffentlich läuft alles glatt. Zum Bereitschaftsarzt möchte man möglichst nicht.

Die letzten Tage und Stunden verbringt man mit der Katze im selben Zimmer, nicht unbedingt in optimaler Schlafposition. Alles wird bereit gestellt und man freut sich, wenn es dann los geht mit den Wehen. Man beruhigt und hilft, wenn die Kleinen dann geboren werden. Das ist immer wieder aufregend!

Dann liegen sie nach einigen Stunden, jetzt ganz weiß geputzt, eben wie kleine Engerlinge, im Nest.
Mama schnurrt glücklich trotz aller Erschöpfung.

Und nun beginnen weitere 7 Tage, wo man sich gut um die Mama und ihre Kinder kümmern muss.
Die Milch muss einschießen, hoffentlich hat sie genug. Frisst sie auch ausreichend? Nein sie ist zu müde. Also füttern in der Wurfbox, damit sie nicht aufstehen muss. Alle Kitten saugen schon? Oder ist eins dabei, was auch noch müde ist? Muss man zufüttern, damit es nicht an Gewicht verliert?

Alle 1 – 2x täglich wiegen, sonst verpasst man etwas. Zwischendurch immer wieder der Mama etwas zu fressen anbieten. Sie muss Futter zu sich nehmen, also dran bleiben. Hat sie Fieber? Nein, zum Glück nicht. Sonst hätte man nun zum Tierarzt mit ihr gemusst.
Nach 3 Tagen: alle trinken und Mama geht schon mal selbst zum Futterplatz. Erste Entspannung auch bei einem Züchter. Die Kleinen werden von Tag zu Tag niedlicher, um den 10. Tag öffnen sie ihre kleinen Knopfaugen, man sieht nun, es werden kleine Kätzchen. Die Ohren säumen eine leichte Farbe ein. Was wird es sein? Seal oder blue point? Oder ein tabby? Ach, es bleibt für einen Züchter immer aufregend und spannend.

Nun, 4 Wochen haben sie sich satt genuckelt, jetzt werden sie mobil, krabbeln im Nestchen hin und her und starten schon die ersten Ausbruchsversuche. Die Wurfbox bzw. der Aufzuchtkäfig muss umgerüstet werden. Jetzt kann schon ein Wassernapf und das erste Futter mit rein gestellt werden. Und plötzlich, siehe da, ist das erste auch schon unterwegs. Nascht am Wasser. Einige Tage später am Futter. Jetzt ist Leben in der Box bzw. im Käfig. Sie fressen schon etwas mit und das Klo wird fein benutzt. Man hat rechtzeitig die richtige Streu und das richtige Gefäß aufgestellt. Und so hat man diese quirligen Flöhe schnell an den Toilettengang gewöhnt. Sie tun ihre ersten Geschäftchen lautstark kund, so kann man auch schnell hinzu eilen und sie in ihre Klöchen setzen.

Sie begreifen alles rasend schnell, nun wird Käfig/Aufzuchtbox zu klein. Man bricht aus in die Welt der großen Katzen. Und der Menschen. Die Neugier treibt sie an. Es gibt einfach zu viel, was da lockt. Sie lernen mit den anderen Katzen spielen, erobern sich einen Raum nach dem anderen. Bald ist Nichts mehr zu hoch oder zu tief. Sie sind überall. Und flitzen durch die Räume. Nein, an die Blumen geht es nicht! Und auch nicht auf den Küchentisch, der Herd könnte an sein. Jetzt heißt es, einige Grundregeln beizubringen. Man muss schon lachen, wenn sie Einen wieder ausgetrickst haben. Mama kann sich jetzt schon mehr zurück ziehen, die Erziehung übernehmen Onkel und Tanten mit.

Alles klappt prima, sie fressen und wachsen gut, schlafen wie Murmeltiere nach ihren Tobe-Eskapaden. Okay, kommt man von der Arbeit: das Zimmer ist nie so, wie man es verlassen hat. Streu aus dem Klo überall schön verteilt. Die Kätzchen konnten auch Zeitungen finden, die sich wunderbar zerfetzen ließen, und das Blumengesteck hat ein etwas anderes Arrangement gefunden. An den Fensterscheiben sind Stippen von Nase und Pfötchen. Ist nicht so schlimm, sieht man nur, wenn die Sonne scheint… Man wird als Züchter mit jeder Kittenstube gelassener.

Erste Interessenten haben schon ihre Kätzchen verbindlich reserviert, zum Teil besucht. Man muss sich mit dem Gedanken befassen, dass sie bald ausziehen werden. Jetzt, wo man immer mehr die Eigenheiten, Besonderheiten jedes Kitten kennt, bemüht man sich den Gedanken vom Abschied noch etwas weg zu schieben.

Erste Impfung: Welch eine Aufregung. Zum Glück, die Kitten sind nicht mehr ganz so winzig, sind an die 10-12 Wochen alt und wiegen ein gutes Kilo. Da hat der TA schon etwas in der Hand, wenn er die Kanüle einschiebt. Sie machen alles ohne Mucken mit. Auch die Autofahrt – es ist noch ungewohnt aber okay. Aber nach der Impfung können sie einige Tage platt sein. Man muss sie jetzt besonders gut beobachten, damit keines gesundheitlich einbricht. Impfungen müssen sein, aber sie sind schon ein Hammer für die kleinen Körper unserer Kitten. Sie sind ja noch Babies. Und nicht selten bekommt man Probleme, wie Erbrechen, oder weichen Stuhl. Und dann muss man sofort mit Diät u.a. reagieren und sie wieder stabilisieren. Nach einigen Tagen ist dann alles wieder, wie gehabt: sie quirlen und toben, dass einem das Herz aufgeht.

Und dann kommt der Tag wo eins oder ein Pärchen auszieht.

Die neuen Besitzer freuen sich und schauen sich die Kätzchen an. Alle Kitten und Katzen kommen sofort und belagern den Besuch. Wieder mal etwas Neues, sie nehmen es dankbar an. Man hat Zeit eingeplant, damit alles besprochen wird, sich die Besitzer alles ansehen können.

Sie sehen alle Katzen beim Züchter und lernen die Umgebung, in der ihr Kätzchen aufgewachsen ist, kennen. Man zeigt ihnen die Fress-, Schlaf-, und Trinkplätze. Schaut in die Klo´s, welche Streu verwendet wird. Es wird Nichts vorenthalten, alle Fragen werden beantwortet. Es gibt ein ausführliches Gespräch, wie das Kätzchen in den ersten Tagen im neuen Heim zu füttern ist, welche Bedürfnisse es hat, worauf geachtet werden soll. Auf das Kätzchen kommt eine große Umstellung zu, dessen sind sich die Besitzer in ihrer Aufregung oft nicht bewusst. Das Kätzchen kommt in die Transportbox, vorher kann man sich noch von dem Gesundheitszustand überzeugen: strahlende Augen, anliegendes weiches Fell, sauberer Po – das Kätzchen ist vollkommen gesund und fit. Die Reise wird es i.d.R. gut überstehen, vielleicht schon auf dem Schoß von der Begleitperson. So ist die Bekanntschaft schon gemacht. Aber dann:

Kätzchen steigt aus der Transportbox aus, alles ist zwar neu und anders, aber es spürt, dass es behaglich und warm ist. Und es dauert nur wenige Stunden, dann springt es schon fröhlich umher. Anfangs noch etwas vorsichtig, hat es bald keine Scheu mehr, keine Angst. Und noch ein paar Stunden weiter, dann dreht es schon mal richtig auf. Die neuen Besitzer sind begeistert, wie schnell es geht.

Aber Achtung! Die ersten Tage ist das Kätzchen noch „überdreht“ oder auch noch zurückhaltend und vorsichtig. Schließlich sind sie jetzt getrennt von ihren bisherigen Bezugswesen. Die Besitzer müssen das erkennen und mit Geduld und Verständnis reagieren. So aufgekratzt, wie die Kätzchen oft im neuen Zuhause sind, verlocken sie ihre Besitzer dazu, gleich den Futternapf bis zum Rand zu füllen, die Leckerlis raus zu holen oder gar die neugierige Familie, Verwandt- und Nachbarschaft einzuladen.

Man beachte aber: Es sind noch Babies!

An dieser Stelle ein Appell an alle neuen Besitzer:
Wenn jemand von uns nach Ägypten, Thailand, Mexiko fährt – kommt man nicht auf den Gedanken, die Früchte vom Markt zu essen, oder sich gleich am Salatbüffet den Bauch voll zu schlagen, oder Wasser aus der Leitung zu trinken. Weil sich Jeder die Folgen sehr gut vorstellen kann.

Bitte denkt an dieses Beispiel, wenn Ihr Euch ein Kätzchen nach Hause holt. Neue Umgebung, neue Menschen, anderer Rhythmus, anderes Wasser… Und was man nicht vergessen darf, auch ein anderes Mikro-Mileu. Insbesondere, wenn im neuen Haushalt andere Tiere leben oder gelebt haben. All das wirkt auf das kleine Wesen ein.

Ihre Futtervorräte, Leckerlies oder Ihren eigenen Futterplan, wie z.B. Rohfütterung etc. all das können Sie einbringen, wenn sich das Kätzchen komplett eingelebt, sein Organismus sich umgestellt hat. Insbesondere in den ersten 7 Tagen braucht es viele kleine Mahlzeiten vom gewohnten Futter und kleine Mengen. Erkundung der Räumlichkeiten in kleinen Schritten, alles langsam, Raum für Raum. Nicht gleich große Besucherströme, oder lange Reisen. Weniger ist mehr. Geben Sie ihm 8-12 Wochen Zeit.

Bis dahin befolgen Sie die Ratschläge und Tipps des Züchters. Er will, dass Ihr Kätzchen mit Ihnen glücklich ist. Dass Sie keine Sorgen haben. Er verdient Nichts an den Dingen, die er Ihnen empfiehlt. Und sollte es in den ersten Tagen mit der vorsichtigen Umstellung, Fütterung in ganz kleinen Portionen nicht geklappt haben, sprechen Sie unbedingt mit Ihrem Züchter, bringen Sie nach Absprache den kleinen Geist evtl. zum Züchter zurück. Dort wird sich das Kätzchen ganz schnell erholen, weil alles noch bekannt ist. Und dann können Sie es später, wenn alles ausgestanden ist, wieder zu sich nehmen.

Züchter der Magic Thai Goblin´s bieten Ihnen das an. Sie stehen Ihnen ein Leben lang beratend zur Seite. Wir wollen nicht, dass mit den Kätzchen bei Ihnen oder beim Tierarzt experimentiert wird, unter dem Motto „wir versuchen das mal“.

Wir bieten uns immer an mit Ihnen in Kontakt zu stehen.

Und wenn Sie das Kätzchen gesund und bestens entwickelt und gepflegt von uns bekommen, es bei Ihnen auch normal frisst, sich wohl fühlt, die Toilette benutzt und kleine Würstchen hinterlässt, dann haben Sie ein gesundes Kätzchen bekommen.

Wenn ein Kätzchen aber nach ein paar Tagen Probleme mit dem Darm bekommt, dann müssen die neuen Besitzer in sich gehen und sich fragen, was habe ich anders gemacht. Habe ich dem Tier wirklich die Zeit gelassen, die es für eine Umstellung gebraucht hätte? Habe ich mich an den Futterplan meines Züchters gehalten? Es ist unehrlich und zerstört das Vertrauen, wenn man in den ersten Tagen und Wochen voller Lob über das Tier gesprochen hat, aber dann, wenn das Katzenkind Probleme bekommt dem Züchter böse Briefe schreibt. Unter dem Motto „war von Anfang an krank“, gleich mit der Rechnung vom Tierarzt dabei.

Ein Tier kann krank werden, zu jeder Zeit. Und nicht alles hat ein Züchter in der Hand. Aber auch wenn es Probleme gibt, er wird immer ehrlichen Unterstützung anbieten. Der Züchter liebt sein Tier, er hat es groß gezogen. Er hat Erfahrung mit der Rasse, mit der Entwicklung.

Es muss nicht Alles viel Geld kosten. Oft sind es kleine alltägliche Tipps, die ganz schnell weiter helfen.
Ein Katzenbesitzer sollte sich diese Möglichkeit nicht entgehen lassen, das Wissen des Züchters mit den nötigen Behandlungen des eigenen Tierarztes, Heilpraktikers u.a. in Einklang zu bringen.

Ich fasse noch einmal grob zusammen, worauf wir als Züchter der Magic Thai Goblin´s achten:

  • Gesunde Verpaarung, auch erbgesunde, mit guter charakterlichen Eignung
  • Beste Pflege, Vorsorge und Fütterung der Mutterkatze
  • Sorgfältige, aufwendiger Aufzucht der Kitten im Familienverband, keine Isolierung
  • Vor Kauf: Betreuung der Käufer, Besichtigung der Räumlichkeiten, Tiere, Informationen zur Haltung, zum Futter, zu Impfungen, Reisen
  • Abstimmung zu Verträglichkeiten mit anderen Tieren, Allergietests
  • Neue Besitzer können Züchter besuchen und sich Kitten ansehen, sooft sie wollen,
  • Übergabe der Kitten beim Züchter, um die Bedingungen zu zeigen und zu erklären, oder auch beim neuen Besitzer, um ihm alles bei seinen Bedingungen zu zeigen, je nachdem, was gewünscht wird
  • Rücknahme der Katzen, wenn Unverträglichkeit, Probleme, Erkrankung auftreten: zu jeder Zeit
  • Betreuung von Besitzern solange das Tier bei Ihnen lebt
  • Umfangreiche Futterbeigaben bei Übergabe
  • Tipps und Kontakte zu unseren Bezugsquellen

Gern nehmen wir Züchter der Magic Thai Goblin´s Tipps und Hinweise entgegen.

Herzlichst, Eure Carola Hopfe

Menü