WG mit zwei Thais
Am Pfingstwochenende sind zwei Seelen bei mir eingezogen. Djuri und Deedee. Die zwei haben keine Minute gebraucht, um nach der Ankunft die Box zu verlassen. Das Reisen Dank Yvonne gewöhnt, war es für sie vermutlich so, als kämen sie in einer Ferienwohnung an.
Innerhalb weniger Minuten war klar, dass trotz sorgfältiger Vorbereitung, so manche Pflanze doch noch die Wohnung verlassen musste. Die schwebenden/wippenden Blätter meines lieb gewonnenen großen Elefantenfußes waren sofort zum hochinteressanten Spielzeug erkoren. Also ab in den Hausflur. Auch die Zimmerananas, die ja ungiftig ist, aber sehr scharfkantige Blätter hat, war so attraktiv, dass sie weichen musste.
Ansonsten wurden bereits in den ersten Stunden (fast) alle Höhen erkundet. Liegeplätze haben sich im Laufe der Tage immer neue gefunden.
Mit dem Fressen verlief es dagegen etwas zögerlich. Leckerlies jeglicher Art wurden angenommen, das gewohnte Nassfutter allerdings nicht. Mittlerweile bin ich schlauer geworden. Sie möchten es gerne matschig und nicht stückig. Nun habe ich das Servierbesteck vom Löffel zur Gabel gewechselt und plötzlich schmeckt es. Ich frage mich als Biologin, wie machen es die Katzen mit den Mäusen? 😉
DeeDee hat sich gleich als ausgemachte Schmusekatze gezeigt. Streicheleinheiten wurden von Anfang an mit Maunzen und lautem, tiefem Schnurren begleitet und eingefordert. In der Form habe ich das noch nie erlebt.
Djuri war etwas distanziert, trotzdem schon am ersten Abend Recht entspannt auf ihrem hohen Posten im Fenstereck.
Mittlerweile, also nach sechs Tagen, fordert sie die Schulter oder den Rücken ein, um durch die Wohnung getragen zu werden. Auf meine alten Tage werde ich noch Hexe, fehlt nur noch der Buckel 😅 Im Ernst, wir haben offensichtlich beide unser Vergnügen daran.
Die Lütte hält ihr ältere Halbschwester auf Trapp. Beide haben etwas unterschiedliche Tagesrhythmen. Die eine fährt mittags auf Hochtouren, die andere am frühen Abend und gemeinsam morgens gegen fünf Uhr – so gar nicht meine Zeit. Bei den Jagden hinter Ledertänzer, Federangel und Co. sind beide voll dabei. Die Fummelspiele, die Geduld fordern, sind eher das Feld von Djuri.
Mittlerweile sind einige Wochen vergangen, auch der Balkon ist in Beschlag genommen und ich darf die Räumlichkeiten mit nutzen 😉
Die beiden Wunderschönen werden nun, ganz angemessen, Mona und Lisa gerufen. Mona, die jüngere, die kein Jagdspiel auslässt und mit vollem Körpereinsatz durch die Wohnung und über die Möbel hinweg fliegt und ihre Halbschwester Lisa, die feinfühlige und musikalische unter den beiden. Sobald ich ein Klanginstrument oder das Klavier anspiele, ist sie da.
Hätte mir nie im Leben erträumen lassen, auf zwei so intelligente, liebenswerte Wesen zu treffen. Liebe Yvonne, herzlichen Dank, dass du sie mir anvertraut hast.








